Backofen Temperatur Tabelle – Überblick für alle Gerichte

Grafik mit Temperaturtabelle für Backofen: Umluft und Ober-/Unterhitze für verschiedene Gerichte

Ob Auflauf, Braten oder Kuchen – die richtige Temperatur ist das A und O für gelungene Backofen-Ergebnisse. Doch wer kennt schon alle optimalen Werte auswendig? Unsere übersichtliche Temperatur-Tabelle für den Backofen hilft dir dabei, schnell die passende Einstellung für jedes Gericht zu finden – egal ob Umluft, Ober-/Unterhitze oder Grillfunktion. In diesem Artikel erfährst du, welche Temperatur wann ideal ist, worauf du achten musst und wie du typische Fehler vermeidest.

Warum die richtige Temperatur im Backofen so entscheidend ist

Die Temperatur entscheidet maßgeblich darüber, ob dein Gericht gelingt oder nicht. Ist sie zu niedrig, kann das Essen matschig, zäh oder sogar ungenießbar werden. Ist sie zu hoch, riskierst du ein verbranntes Äußeres bei gleichzeitig rohem Inneren. Gerade bei empfindlichen Speisen wie Soufflés, Gebäck oder zartem Fleisch spielt die genaue Temperatur eine zentrale Rolle.

Ein weiterer Punkt: Der Energieverbrauch. Je länger der Ofen läuft, desto höher die Stromkosten. Wer die Temperatur optimal wählt, spart also auch bares Geld. Und nicht zuletzt sorgt eine passende Einstellung für gleichmäßige Garergebnisse auf allen Ebenen – besonders wichtig bei Umluft.

Unterschiede zwischen Umluft und Ober-/Unterhitze

Die meisten Rezepte geben die Temperatur entweder für Umluft oder Ober-/Unterhitze an. Doch diese beiden Heizarten funktionieren unterschiedlich:

  • Umluft: Heiße Luft wird mit einem Ventilator gleichmäßig verteilt. Dadurch kannst du auf mehreren Ebenen gleichzeitig garen und brauchst ca. 20 °C weniger als bei Ober-/Unterhitze.
  • Ober-/Unterhitze: Die Hitze kommt von oben und unten, ist also statischer. Ideal für saftige Kuchen, empfindliche Teige oder langsames Garen.

Viele moderne Öfen bieten mittlerweile auch Kombinationen oder spezielle Modi wie „Pizzastufe“ oder „Sanftgaren“. Doch die klassische Temperaturregel – 20 °C Unterschied – gilt meist weiterhin.

Wichtige Temperaturbereiche im Überblick

Hier eine kurze Orientierung, wann welche Temperatur sinnvoll ist:

  • 100–130 °C: Niedrigtemperaturgaren, Schmoren, Warmhalten
  • 150–170 °C: Biskuit, Rührkuchen, Aufläufe
  • 180–200 °C: Pizza, Brötchen, Quiche
  • 200–230 °C: Braten, Fisch mit Kruste, tiefgefrorene Speisen
  • 250 °C und mehr: Vorheizen für Brot, Grillen, Krustenbildung

Die ideale Temperatur hängt aber nicht nur vom Gericht ab, sondern auch vom Backofen selbst. Manche Geräte zeigen zu viel oder zu wenig an – ein Backofen-Thermometer kann hier sehr hilfreich sein.

Wenn du noch nach einem energieeffizienten Gerät suchst, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zum Energieverbrauch. Für alle, die häufig Brot oder Pizza backen, ist auch unser Pyrolyse-Test interessant – denn Selbstreinigung kann gerade bei hohen Temperaturen ein echter Vorteil sein.

Backofen Temperatur Tabelle – die perfekte Orientierung für jedes Gericht

Damit du nicht lange suchen musst, haben wir dir eine praktische Übersicht erstellt: Unsere Backofen Temperatur Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welche Temperatur für welches Gericht optimal ist – sowohl für Umluft als auch für Ober-/Unterhitze. Ideal zum Ausdrucken oder Abspeichern!

Gericht Ober-/Unterhitze Umluft
Biskuitkuchen 170 °C 150 °C
Rührkuchen 180 °C 160 °C
Pizza 220–230 °C 200–210 °C
Braten (Rind/Schwein) 180–200 °C 160–180 °C
Brot 250 °C (Anfang), dann 200 °C 230 °C (Anfang), dann 180 °C
Geflügel 180–200 °C 160–180 °C
Fisch 180–200 °C 160–180 °C
Auflauf / Gratins 180–200 °C 160–180 °C
Blätterteig 200–220 °C 180–200 °C

Temperatur anpassen – jeder Backofen tickt anders

Auch wenn unsere Tabelle eine gute Orientierung bietet: Jeder Backofen verhält sich leicht anders. Einige heizen stärker von unten, andere zeigen auf dem Display falsche Werte an. Deshalb empfehlen wir dir, bei sensiblen Rezepten ein externes Ofenthermometer zu verwenden – das kann gerade beim Backofen mit Pyrolyse nützlich sein, da diese oft sehr heiß werden.

Warum Vorheizen bei vielen Gerichten unverzichtbar ist

Ein weit verbreiteter Fehler ist das Nicht-Vorheizen des Ofens. Gerade bei Teigen (z. B. Pizza, Kuchen, Brot) ist die konstante Anfangstemperatur entscheidend für ein gleichmäßiges Aufgehen oder Krustenbildung. Nur wenn der Ofen wirklich heiß ist, gelingen fluffige Kuchen und knusprige Ränder.

Einige moderne Geräte zeigen „Ofen bereit“ an – doch das bedeutet oft nur, dass der Innenraum gemessen wurde, nicht aber dass Bleche oder Schienen aufgeheizt sind. Plane also immer 10–15 Minuten Vorheizzeit ein.

Du nutzt oft Tiefkühlprodukte oder backst regelmäßig? Dann könnte sich ein spezieller Backofen mit Schnellaufheizfunktion lohnen – viele Siemens Modelle bieten genau das. Mehr dazu in unserem ausführlichen Vergleich.

So nutzt du die Backofen Temperatur Tabelle richtig

Eine Tabelle mit Richtwerten ist hilfreich – doch jedes Gericht hat seine Eigenheiten. Achte deshalb auf folgende Tipps:

  • Vorheizen: Viele Gerichte gelingen besser, wenn der Ofen bereits heiß ist. Gerade bei empfindlichem Gebäck wie Biskuit oder Soufflés ist Vorheizen Pflicht.
  • Position im Ofen: Die mittlere Schiene eignet sich für die meisten Speisen. Für knusprige Pizzen kann die untere Ebene vorteilhafter sein.
  • Backofenart beachten: Moderne Geräte wie Bosch Backöfen oder Samsung Modelle haben oft Spezialprogramme, die klassische Temperaturen überflüssig machen.

Warum dein Ofen manchmal anders backt als die Tabelle vorgibt

Die Temperaturanzeige am Drehregler ist oft nur ein grober Richtwert. Abweichungen von bis zu 20 °C sind bei älteren Geräten keine Seltenheit. Zudem kann die tatsächliche Temperatur innerhalb des Garraums variieren – besonders ohne Umluft.

Tipp: Ein Backofenthermometer hilft dir, die reale Temperatur zu prüfen und dein Backverhalten präziser anzupassen.

Umluft oder Ober-/Unterhitze – wann solltest du was nutzen?

Die Wahl des Heizmodus beeinflusst nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Energieverbrauch. Umluft verteilt die Hitze gleichmäßiger und erlaubt das Garen auf mehreren Ebenen gleichzeitig – ideal für Plätzchen, Gemüse oder mehrere Bleche Pizza.

Ober-/Unterhitze liefert hingegen eine direktere Hitze von unten und oben – perfekt für Aufläufe, Brot oder Kuchen mit empfindlicher Struktur. 

Smart backen mit Temperaturautomatik & Sensoren

Viele moderne Backöfen – etwa aus unserem Siemens Backofen Test – bieten intelligente Funktionen wie:

  • Automatische Temperaturvorschläge je nach Gericht
  • Sensoren, die den Gargrad erkennen
  • App-Steuerung zur Kontrolle von unterwegs

Mit solchen Features sparst du nicht nur Energie, sondern erhöhst auch die Gelinggarantie deiner Rezepte.

FAQ zur Backofen Temperatur Ober-/Unterhitze

Welche Temperatur gilt für Umluft und welche für Ober-/Unterhitze?

Umluft ist in der Regel ca. 20 °C niedriger als Ober-/Unterhitze. Beispiel: Wenn ein Rezept 200 °C Ober-/Unterhitze empfiehlt, reichen bei Umluft meist 180 °C.

Was bedeutet die Angabe 180–200 °C in Rezepten?

Das ist ein Richtwertbereich, je nach gewünschter Bräunung oder Backofen-Typ. Bei empfindlichen Gerichten lieber mit der unteren Temperatur starten und ggf. anpassen.

Wie genau sind die Temperaturangaben bei Backöfen?

Viele Geräte weichen bis zu 20 °C von der eingestellten Temperatur ab. Ein Backofen-Thermometer hilft bei der Kontrolle.

Muss ich bei Umluft vorheizen?

In der Regel nicht zwingend – aber für empfindliche Backwaren wie Biskuit oder Soufflé ist Vorheizen trotzdem ratsam.

Wie finde ich die ideale Temperatur für mein Gericht?

Nutze unsere Backofen Temperatur Tabelle als Orientierung. Berücksichtige aber immer dein Rezept, Ofentyp und gewünschte Bräunung.

Sophie Brenner

Sophie Brenner

Sophie Brenner ist seit über 10 Jahren als leidenschaftliche Köchin, Foodbloggerin und Produkttesterin aktiv. Sie testet Küchengeräte im Alltag, bewertet deren Nutzen für Einsteiger und Hobbyköche und gibt auf aldido.de praktische Tipps für Küchenplanung, Organisation und Ausstattung. Ihr Motto: „Gutes Essen beginnt mit einer gut eingerichteten Küche.“